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Echt Entlebuch Produkte

Bergheumilch

Bergheumilch stammt von Kühen, die artgerecht mit Heu und Gras gefüttert werden, regelmässig Auslauf erhalten und auf Bauernhöfen leben, die sich speziell für die Biodiversität engagieren.

In unseren Bergkäsereien wird Bergheumilch zu verschiedenen Käsespezialitäten wie «Goldwäscher», «Napfköhler», «Enzian», «Jodlerchäs» und «Rahmtraum mit Pfeffer» verarbeitet welche neu bei Coop in der Verkaufsregion Zentralschweiz-Zürich-Nordwestschweiz erhältlich sind. Diese hochwertige Milch verfeinert auch die Bergheumilch-Schokolade der Confiserie Sprüngli

Wissenswertes zur Heumilch

Wissenswertes zur Heumilch

Die Fütterung der Milchkühe mit Heu und Gras ist die ursprünglichste Form der Fütterung. Aufgrund der Topografie und den klimatischen Bedingungen hat die Milchwirtschaft im Entlebuch eine grosse Bedeutung. Seit Generationen werden die Graslandflächen mit der Heuwirtschaft besonders schonend bewirtschaftet.

Geschichte

Zu jener Zeit als Milch noch ausschließlich in der nahegelegenen Käserei zu Käse verarbeitet wurde, wurden die Kühe noch traditionell mit Heu und Gras gefüttert. Dabei genossen die Kühe im Sommer eine Auswahl verschiedener Gräser. Im Winter bekamen sie Heu. Vergorene Futtermittel wie Silage oder importiertes Soja wurden damals nicht eingesetzt.

Die Fütterung hat einen grossen Einfluss auf die Milchqualität

Die naturnahe Fütterung der Kühe entsprechend dem Jahresverlauf, mit frischen Gräsern im Sommer und sonnengetrocknetem Heu im Winter, spiegelt sich in der hohen Qualität der Milch wieder.

Mit der Heuwirtschaft wird das Gras an der Sonne schonend getrocknet. Durch das Wenden fallen Schmutz und Erde vom Gras. So entsteht ein hochwertiges, reines Futter für die Milchkühe, was auch in der Milch spürbar ist. Kein Wunder schwören unsere Käser noch heute auf diese Rohmilch und verbieten die Verfütterung von vergorenem Futtermittel (Silage).

Denn bei der Silage wird das Gras leicht angetrocknet und dann in ein Silo eingefüllt bzw. heutzutage in Form von Rundballen in eine Folie eingewickelt. Durch Buttersäurebakterien wird das Gras zu einer Art Sauerkraut vergoren. Diese Bakterien sind auch in der Milch vorzufinden. Die industrielle Milchverarbeitung in Grossmolkereien macht es möglich die Milch mit Pasteurisationsanlagen und Baktofugen so zu behandeln, dass die Milch trotz Silagefütterung zu Milchprodukten verarbeitet werden kann.

Eigentlich sollte aber die Milch möglichst frisch und naturbelassen in der Region verarbeitet werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Heumilchwirtschaft gefördert wird.

Heuwirtschaft fördert die Artenvielfalt

Bei der Heuernte samen die Gräser besser ab und tragen entscheidend zum Schutz der Umwelt und zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Zusätzlich werden die heimischen Lebensräume gepflegt und erhalten, auch für alle die sich in ihrer Freizeit in der Region erholen wollen.

Heuwirtschaft passt zur UNESCO Biosphäre Entlebuch

Weil die Heuwirtschaft die Biodiversität fördert und zugleich den schönen Lebensraum erhält, passt sie hervorragend zur Philosophie der UNESCO Biosphäre Entlebuch.

Kontrollierte Qualität

Kontrollierte Qualität

Studien belegen den ernährungsphysiologischen Mehrwert der BergHeumilch. Bergmilch hat bedingt durch den traditionell höheren Anteil von Grünlandfutter (Gras, Heu) erwiesenermassen einen ernährungsphysiologischen Mehrwert.

In der UNESCO Biosphäre Entlebuch, wo die traditionelle Heumilchwirtschaft konsequent weitergepflegt wird dürfte der Unterschied zu konventioneller Milch noch höher sein.

Bergheumilch hat einen rund doppelt so hohen Wert an Omega-3-Fettsäuren als normale, herkömmliche Milchprodukte. Diese zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die unser Körper nicht selbst produzieren kann. Da sie aber lebensnotwendig sind, müssen wir sie mit der Nahrung zuführen.

Eine Arbeitsgruppe hat strenge Richtlinien zur Milchproduktion erarbeitet.

Die Amerikanisierung der Viehzucht mittels einseitiger Milch-Hochleistungsrassen zwingt zu hohen Kraftfutterimporten und ist mitverantwortlich für die Milch-Überproduktion und damit den brutalen Zusammenbruch des Milchpreises.

Deshalb hat sich eine Arbeitsgruppe von Milchproduzenten überlegt, wie sie künftig eine nachhaltige Milchproduktion und –verarbeitung sicherstellen können. Sie haben sich dafür entschieden, durch den Einsatz möglichst vieler vorhandener Ressourcen eine Qualitätsmilch oder eben eine„Bergheumilch“ zu produzieren. Dafür haben sie zusammen mit IP-SUISSE strenge, einheitliche Richtlinien definiert wo die Tierhaltung, Fütterung sowie Massnahmen zugunsten der Biodiversität definiert sind.

Anforderungen an Bergheumilch im Überblick 
  • Produktion in der Bergzone, (UNESCO Biosphäre Entlebuch)
  • Keine Fütterung von vergorenen Futtermitteln (Silage)
  • Garantiert regelmässiger Auslauf für die Kühe (RAUS-Standard)
  • Hoher Weideanteil während der Vegetationsperiode
  • Maximaler Futteranteil von Gras und Heu
  • Maximaler Anteil von Wiesenfutter (Gras & Heu), welches auf dem Betrieb produziert wird.
  • Möglichst kleiner Kraftfuttereinsatz
  • Keine Verfütterung von Soja
  • Beschränkte Milchproduktion je ha Raufutterfläche
  • Besonders artgerechte Haltung der Milchkühe
  • Besondere Leistungen zu Gunsten der Biodiversität
  • Kompromisslose Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben:
    • Tierschutzgesetz (Bau, Fütterung, Wasserversorgung)
    • Gewässeschutzgesetz (Hofdüngung, ...)
    • Arzneimittelverordnung (Medikamente, Aufzeichnung)
    • Ökologischer Leistungsnachweis
    • Futtermittelverordnung (kein GVO)
    • Tierverkehrsverordnung (Tiertransporte)
    • Lebensmitelverordnung
    • Kein Einsatz von Gentechnik (Pflanzen, Tiere, Futter)
  • Sorgsamer Umgang mit Boden, Wasser, Energie und Klima
Kontrollierte Qualität

IP-Suisse ist eine anerkannte Kontroll-Organisation in der Landwirtschaft, welche bei den Landwirten auch andere Kontrollen durchführt. Sie hat eine grosse Erfahrung bei der Definition und Überprüfung von Standards in Bezug auf die Förderung der Biodiversität. Deshalb erfolgt für die Kontrolle der Einhaltung der Anforderungen an Bergheumilch eine Zusammenarbeit mit IP-Suisse.

Höherer Milchpreis für die Milchproduzenten

Die Heuwirtschaft ist für die Milchproduzenten sehr aufwändig, der Ertrag tiefer. Deshalb werden die Bergheumilchbauern mit einem um 6 Rp. höheren Milchpreis je Kilo Milch entschädigt.